Session 4

1. Verbarrikadiert bei Greyrat

Die Gruppe verbringt die Nacht in Greyrats Haus in der Untotensiedlung. Weil die Umgebung weiterhin unsicher ist, werden Türen und Fenster mit Möbeln verbarrikadiert. Im Inneren bleibt die Feuerstelle der Mittelpunkt des Raumes und zugleich der einzige halbwegs behagliche Ort.

Greyrat kocht für seine Gäste. Bereits der Geruch des Essens ist schwer einzuordnen. Hybris fragt nach, was genau in dem Topf steckt. Greyrat versichert lediglich, dass das Essen sicher sei und nichts Schlechtes enthalte: Das Wasser sei abgekocht, und irgendwo im Eintopf befinde sich auch Trockenfleisch. Was darüber hinaus hineingelangt ist, lässt er offen.

Am Feuer erzählen die Gefährten Greyrat von ihrem Auftrag. Sie suchen die noch fehlenden Aschefürsten und wollen sie nach Cinder Keep zurückbringen; Söckchen selbst gehört inzwischen ebenfalls zu ihnen. Die Gruppe fragt Greyrat, ob er den weiteren Weg kennt.

Greyrat erklärt, dass sie durch den Sumpf weiterziehen müssen. An einer späteren Weggabelung führt eine Route in Richtung Kathedrale der Tiefe, eine andere zu den Abgrundwächtern beziehungsweise zur Feste des Abgrundes. Für Hollow Brooks rät er zur Vorsicht: Die Menschen dort seien Fremden gegenüber zumindest nicht besonders freundlich. Als wichtige Ansprechpartnerin nennt er Lydia. Außerdem beschreibt er eine verlassene Festung auf dem Weg zur Kathedrale und einen größeren Friedhof vor dem weiteren Zielgebiet.

Am nächsten Morgen will Greyrat selbst aufbrechen und nach Cinder Keep zurückkehren. Für die Gruppe hat er Lunchpakete vorbereitet, in denen sich Reste des Eintopfs befinden. Die Begeisterung hält sich in Grenzen, trotzdem nehmen die Gefährten die Rationen mit. Greyrat zieht in Richtung Cinder Keep davon, während die Gruppe die Untotensiedlung auf der anderen Seite verlässt.

2. Aufbruch in die Crow Marsh

Der Ausgang ähnelt dem Zugang, durch den die Gruppe die Siedlung erreicht hatte. Das Tor steht offen, die Fallbrücke ist heruntergelassen. Da die Untotensiedlung auf einem Plateau liegt, müssen die Gefährten zunächst über die Brücke und den tiefen natürlichen Graben hinweg, bevor der Weg in die Crow Marsh beginnt.

Die Bäume auf beiden Seiten des Pfades wirken morsch und beinahe tot, obwohl noch Blattwerk an ihnen hängt. Das trockene Rascheln der Blätter begleitet die Gruppe beständig. Der Weg selbst ist erkennbar, doch der Boden daneben geht rasch in Morast über.

Nach einiger Zeit fällt den Reisenden eine kleine, unbemannte Kutsche auf, die abseits des sicheren Pfades halb im Moor versunken ist. Die Gruppe berät, wie sie vorgehen soll. Hybris hält sich als Wildborn und Schurke für den geeignetsten Kundschafter und will sich anschleichen, falls sich doch noch jemand bei dem Fahrzeug aufhält. Die übrigen Gefährten sind von dem Plan nicht überzeugt, doch Hybris setzt ihn trotzdem um.

3. Die versinkende Kutsche

Hybris nähert sich so leise, dass von seinen Bewegungen kaum etwas zu hören ist. Das eigentliche Problem liegt nicht in der Lautstärke: Je weiter er den Weg verlässt, desto tiefer sinkt er in den Sumpf. Ungefähr zwei Meter vor der Kutsche steckt er bereits so weit im Morast, dass ein Weitergehen kaum möglich ist.

Er nimmt sein Seil und wirft es zur Kutsche. Das Seil verhakt sich am Fahrzeug, sodass Hybris sich langsam daran aus dem Schlamm ziehen und bis zur Kutsche hinüberarbeiten kann. Dabei verliert er seine geräuschdämpfenden Hufschuhe im Morast.

Aus der Nähe wirkt das Fahrzeug wie eine kleine, aber auffällig prunkvolle Postkutsche. Auf ihr ist das Zeichen Lothrics zu erkennen. Ranken und Sumpfpflanzen haben Teile der Kutsche bereits überwachsen.

Als Hybris auf das Fahrzeug gelangt, ruckt es unter seinem zusätzlichen Gewicht und beginnt merklich weiter abzusinken. Er wirft noch einen schnellen Blick in das Innere. Eine unverschlossene Truhe fällt ihm auf. Darin liegen zwei Tränke; weitere verwertbare Gegenstände sind nicht zu erkennen.

Hybris nimmt die beiden Tränke und springt zurück auf den sicheren Weg. Kurz darauf verschwindet die Kutsche vollständig im Moor.

Bei den anderen berichtet er, was er gesehen und gefunden hat. Rose merkt an, dass der Ausflug gefährlich und im Verhältnis zum Risiko wenig sinnvoll gewesen sei. Hybris hält dagegen, dass er noch lebe und immerhin zwei Tränke mitgebracht habe. Außerdem beschreibt er das prunkvolle Fahrzeug und das Zeichen Lothrics.

4. Stimmen im Nebel

Nachdem die Gruppe wieder vollständig auf dem Weg steht, beginnt überall ein feiner, an Morgentau erinnernder Nebel aufzusteigen. Bald sind darin gespenstische Stimmen zu hören. Einzelne Sätze lassen sich verstehen:

„Er kennt meinen Namen.“

„Hörst du es auch?“

„Ich bringe Holz für die Flamme.“

Die Stimmen lassen sich keinem sichtbaren Sprecher zuordnen und sorgen in der Gruppe für Unbehagen.

Söckchen bemerkt als Erste eine unmittelbare Berührung. Etwas greift nach einem ihrer Beine. Als sie sich umdreht, formt sich aus dem Nebel eine gespenstische Gestalt. Das Wesen schreit ihr mit hoher Stimme direkt entgegen und fährt mit einem Arm beziehungsweise mit seinem Körper durch ihren Kopf hindurch.

Söckchen greift nach ihrem Schwert. In dem Moment, in dem die Nebelgestalt körperlicher wird, trifft sie sie in der Brust und schleudert sie zurück in die Mitte der Gruppe. Dort dreht das Wesen seinen Kopf einmal vollständig um die eigene Achse und stößt erneut einen markerschütternden Schrei aus.

Rose greift mit Feuer an. Die Flammen treffen, doch die Gestalt verliert ihre feste Form und wird zu einer dunklen Rauch- oder Nebelwolke. Hybris setzt mit seinen Dolchen nach, trifft zunächst aber nicht; seine Klingen fahren durch die Fratze, während das Wesen ihn aus der formlosen Masse heraus anzulachen scheint. Pianwig gelingt anschließend ein Schildschlag gegen die Erscheinung.

Faelyn kommentiert die Situation mit „Einmal Bauch raus“ und deutet an, Pianwig könne das Wesen möglicherweise mit seinem Körper zurückdrängen. Pianwig widerspricht sofort: „Ich bin Riese, nicht fett!“

Hinter der Gruppe beginnt eine Glocke zu läuten. Zunächst ist sie nur leise zu hören, dann wird der Wind stärker und das Klingeln lauter. Aus dem Nebel erscheint eine zweite Gestalt.

Der neue Nebelgeist schlägt nach Hybris. Der Angriff verfehlt ihn; Hybris weicht lediglich einen Schritt zur Seite. Faelyn nutzt die Stellung der beiden Wesen und schießt einen Pfeil auf die hintereinanderstehenden Gegner. Der Schuss trifft beide Gestalten im Kopf.

Rose versucht Wilde Flamme einzusetzen, stolpert beim Wirken jedoch rückwärts gegen einen hölzernen Pfahl und verfehlt. Einer der Nebelgeister verfolgt sie und stürzt sich in Form einer schwarzen Wolke auf sie. Rose setzt erneut an und trifft diesmal den weiter entfernten Geist. Die Flamme vernichtet ihn; seine Gestalt zerfällt und verteilt sich wieder im umgebenden Nebel.

Hybris greift den zweiten Geist genau in dem Augenblick an, in dem dieser sich nach seinem Angriff wieder materialisiert. Seine Dolche treffen den gerade fest werdenden Kopf. Die Kreatur schreit ein letztes Mal und löst sich ebenfalls auf.

Nach dem Kampf bleibt ein ungewöhnlich dichter Rest des Nebels in der Luft hängen und zerfällt nur langsam. Die Masse erinnert Hybris an Zuckerwatte. Er probiert ein wenig davon. Geschmacklich bestätigt sich der Eindruck nur teilweise: Es schmeckt nach Zuckerwatte, die sehr lange schlecht gelagert worden ist.

5. Die Tore von Hollow Brooks

Die Gruppe setzt ihren Weg fort. Bald verändert sich der Geruch der Umgebung. Verbranntes Holz liegt in der Luft, allerdings nicht faulig oder beißend, sondern eher wie der Geruch eines Lagerfeuers und damit beinahe wohltuend warm.

Vor den Reisenden erscheint eine Siedlung auf Stelzen. Zwischen den Gebäuden verlaufen erhöhte Stege; in der Mitte lodert eine große Flamme. Aus Schlingpflanzen und Lianen ist eine Art Zaun um den äußeren Bereich gezogen worden. Einige Fackeln brennen am Zugang.

Während die Gefährten die Anlage betrachten, hören sie ein Surren. Ein pechschwarzer Pfeil schlägt vor ihnen in den Boden beziehungsweise in den Weg.

Aus dem Dorf ruft eine Stimme: „Das ist nah genug!“

Rose erklärt, dass die Gruppe Hollow Brooks lediglich durchqueren wolle, weil außen herum offenbar kein brauchbarer Weg führt. Außerdem seien sie auf einer wichtigen Mission, um die Aschefürsten zu finden, und hätten mit Söckchen selbst eine Aschefürstin bei sich.

Die Erwähnung der Aschefürstin weckt das Interesse des Wächters. Er lässt die Gruppe passieren, macht aber zunächst zur Bedingung, dass sie direkt durch die Siedlung geht und sie auf der anderen Seite wieder verlässt.

Die Gefährten steigen eine Treppe zu den erhöhten Stegen hinauf und betreten Hollow Brooks durch das Tor. Der Wächter behält sie im Blick und richtet seinen Bogen abwechselnd auf verschiedene Mitglieder der Gruppe. Er ist ein hochgewachsener Elb mit schwarzer Haut und trägt einen schlanken schwarzen Langbogen. Hinter ihm steht eine Menschenfrau und winkt die Gruppe näher beziehungsweise weiter hinein.

Faelyn hat bei dem Elben ein schlechtes Gefühl, kann jedoch nicht einordnen, worauf dieses Misstrauen beruht.

6. Lydia am Feuer

Die Gruppe geht ohne längeres Gespräch mit dem Torwächter weiter bis in das Zentrum der Siedlung. Die Stege laufen sternförmig auf das große Feuer und die umliegenden Häuser zu.

Dort steht die Menschenfrau, die sie hereingewinkt hat. Ihre Kleidung, Statur und Haltung erinnern auffällig an Amalthea. Neben ihr befinden sich zwei weitere schwarz­häutige Elben mit glühend gelben Augen.

Rose stellt sich vor: „Hallo, ich bin Lady Ambrosia Rose.“

Die Frau antwortet: „Ich bin Lydia.“

Rose fragt: „Wie geht es euch?“

„Gut“, antwortet Lydia. Ihr Auftreten wirkt dabei jedoch bedrückt und nicht vollständig überzeugend.

Rose bietet Hilfe an. Lydia lehnt zunächst ab und schlägt stattdessen vor, dass sich die Reisenden erst einmal am Feuer wärmen. Rose erklärt, dass die Gruppe dafür eigentlich keine Zeit habe: Sie wolle zur Kathedrale der Tiefe und brauche vor allem den Weg dorthin.

Lydia berichtet, dass auch die Elben in Hollow Brooks in Richtung Kathedrale unterwegs waren. Als Rose erwähnt, dass Söckchen eine Aschefürstin ist, möchte Lydia die Gruppe länger im Dorf behalten. Die Elben greifen jedoch in das Gespräch ein und machen deutlich, dass die Fremden weiterziehen sollen.

Hinter der Gruppe erscheint der Dorfheiler Frede. Ein weiterer Elb drängt ihn, sich wieder um seine Arbeit zu kümmern. Lydia stellt Frede vor; er trägt Tinkturen und Bandagen bei sich und verschwindet damit in seiner Hütte.

Lydia setzt zu einer Erklärung an: „Er ist aktuell sehr einseitig beschäftigt, weil unsere Dorfgäste …“

Einer der Elben unterbricht sie sofort: „He, halt. Das reicht. Mehr musst du denen nicht sagen!“

Bei der Gruppe entsteht der Eindruck, dass die fremden Elben Lydia und die übrigen Bewohner von Hollow Brooks unter Druck setzen.

Rose reagiert, indem sie ihren gesellschaftlichen Rang betont und die Elben fragt, ob ihnen überhaupt bewusst sei, mit wem sie sprechen. Erst jetzt scheinen sie ihre Stellung als Lady und Hochgeborene ernst zu nehmen. Einer reagiert deutlich zurückhaltender: „Das war uns noch nicht klar, Euer Hochwohlgeboren.“

Hybris fragt Lydia direkt, ob sie die Anführerin von Hollow Brooks ist. Lydia bestätigt, dass sie faktisch die Dorfhäuptlingin ist. Ursprünglich hatte ihr Vater diese Rolle inne; er starb vor einigen Jahren, und Lydia wuchs nach und nach in seine Aufgaben hinein.

Lydia lädt die Gruppe in ihr Haus ein, wo sie ohne die unmittelbare Einmischung der Elben weiterreden können.

7. Was die Waldschattenelben in Hollow Brooks festhält

In Lydias Haus erfahren die Gefährten mehr über die Lage. Die schwarzen Elben sind keine Bewohner von Hollow Brooks. Sie befinden sich ebenfalls nur auf der Durchreise und wollten zur Kathedrale der Tiefe. Auf dem Weg dorthin wurde ihr Anführer schwer verletzt, sodass die gesamte Gruppe umkehrte und sich in Hollow Brooks sammelte.

Insgesamt sind fünf Waldschattenelben im Dorf: der verletzte Anführer und vier weitere Angehörige seiner Gruppe. Lydia beschreibt ihre Anwesenheit diplomatisch. Die Elben seien fähige Kämpfer und böten dadurch durchaus Schutz, zugleich kommandierten sie die Bewohner herum und behandelten insbesondere Frede so, als könnten sie über den Dorfheiler verfügen.

Rose fragt ausdrücklich, ob die Fremden Hollow Brooks schikanieren oder unterdrücken. Lydia vermeidet eine scharfe Anklage, macht aber deutlich, dass die Lage für das Dorf belastend ist.

Die Gruppe beschließt, mehr über die Fremden und vor allem ihren verletzten Anführer herauszufinden. Faelyn und Hybris gehen zurück zum zentralen Feuer. Faelyn soll als Elb leichter ins Gespräch kommen; Hybris ist zusätzlich geeignet, sich unauffällig im Dorf zu bewegen, falls das nötig wird.

8. Eintopf für Glaid und Ferex

Am Feuer sitzen die beiden Elben, die zuvor bereits bei Lydia standen. Sie zeigen zunächst wenig Interesse an einem Gespräch.

Hybris versucht es mit Smalltalk und fragt sinngemäß, was sie in Hollow Brooks tun und ob alles in Ordnung ist. Die Reaktionen bleiben abweisend. Schließlich bietet er an, den Eintopf aus Greyrats Lunchpaket zu teilen, und fragt nach den Namen der beiden.

Der linke Elb antwortet lediglich: „Nicht interessiert!“

Hybris erwidert: „Das ist aber ein komischer Name. Ihr seid nicht von hier, oder?“

Der Elb wird nur noch grimmiger und schweigt. Der andere zeigt dagegen Interesse am Essen. Hybris meint, man solle essen, wenn sich eine Gelegenheit biete, und überlässt ihm einen Teil von Greyrats Eintopf.

Der Elb probiert und sagt: „Hmm, das ist lecker! Ein guter Eintopf.“

Hybris hatte mit dieser Reaktion offensichtlich nicht gerechnet. Faelyn nutzt die Gelegenheit sofort und bietet ebenfalls sein Lunchpaket an: „Ich habe auch welchen, falls ihr beide einen haben wollt!“

Der freundlichere Elb entschuldigt sich für die bisherige Abweisung und stellt sich vor: „Ich heiße Glaid.“

Faelyn bietet auch dem anderen erneut Eintopf an, doch der lehnt ab. Glaid übernimmt dessen Vorstellung: „Der Griesgram da heißt Ferex. Er nimmt das etwas zu ernst, glaube ich.“

Faelyn erkennt beziehungsweise erklärt, dass es sich um Waldschattenelben handelt. Nach dem, was über dieses Volk beziehungsweise diese Gruppe bekannt ist, gelten sie als sehr fähige Kämpfer und Mörder. Glaid reagiert darauf offen genug, um das Töten sinngemäß als sein Hobby zu bezeichnen.

Hybris erklärt nur so viel über das eigene Ziel, wie er für sinnvoll hält, und erwähnt die Kathedrale der Tiefe. Glaid und Ferex tauschen daraufhin Blicke aus und bestätigen, dass auch ihre Gruppe dorthin wollte. Ihr Anführer wurde jedoch unterwegs verwundet, weshalb sie in Hollow Brooks warten, bis er wieder reisen kann.

Hybris und Faelyn bieten Hilfe an. Die Elben lehnen zunächst ab. Glaid erklärt schließlich, dass eine solche Entscheidung beim Anführer liege und dieser vermutlich gerade nicht in einem Zustand sei, in dem er vernünftig sprechen könne.

Auf Nachfrage beschreibt er den Angreifer: Das Wesen war lang und dürr, trug ein großes Geweih und wirkte fast, als bestünde es nur aus Knochen, obwohl es zugleich mehr als ein bloßes Skelett gewesen sei. Ergänzende Notizen beschreiben eine knöcherne beziehungsweise schädelartige Struktur, Hautfetzen und besonders durchdringende Augen.

Hybris reagiert selbstbewusst: „Ich springe gern durch Bäume, da muss es mich erst mal kriegen.“

Glaid erklärt, dass er ohnehin zur Hütte des Heilers gehen will. Wenn Hybris mitkommen wolle, könne er das tun. Vielleicht sei der Anführer wach, oder Frede wisse zumindest, ob Hilfe möglich sei. Über Frede spricht Glaid dabei ausgesprochen abfällig und bezeichnet ihn sinngemäß als unfähig.

9. Roses Gespräch mit Lydia

Während Hybris mit Glaid zur Heilerhütte geht und Faelyn zunächst bei Ferex am Feuer bleibt, setzt Rose das Gespräch mit Lydia fort.

Rose erklärt, dass die Gruppe die Aschefürsten wieder zusammenführen will. Amalthea habe ihnen vermittelt, dass deren vereinte Macht beziehungsweise die gestärkte Flamme möglicherweise helfen könne, die Umbra zurückzudrängen oder zu besiegen. Das Problem sei, dass die fehlenden Aschefürsten offenbar nicht freiwillig zu ihren Thronen zurückkehren wollen.

Lydia berichtet erneut, dass auch die Waldschattenelben auf dem Weg zur Kathedrale waren, bis ihr Anführer verletzt wurde. Daraus entsteht innerhalb der Gruppe die Vermutung, dass die Elben in der Kathedrale möglicherweise dasselbe Ziel verfolgen wie sie selbst. Warum sie dorthin wollen, ist jedoch nicht bekannt.

Die Möglichkeit, dass beide Gruppen einander als Konkurrenz betrachten könnten, wird ausdrücklich erwogen. Rose schlägt vor, die Elben mit einer Zukunftsvorhersage von der Reise abzubringen, indem sie ihnen einen möglichst qualvollen Tod in Aussicht stellt.

Im Gespräch kommt auch Aldrich der Götterfresser zur Sprache. Die Gruppe rechnet nicht damit, ihn einfach überzeugen oder mitnehmen zu können; ein Kampf erscheint möglich. Lydia unterstützt grundsätzlich die Mission der Gefährten, auch wenn das bedeuten könnte, für zusätzliche Kampfkraft vorübergehend doch mit den Waldschattenelben zusammenzuarbeiten.

10. Frede, Anowyn und Halandir

Hybris folgt Glaid zur Heilerhütte. Als er eintritt, erlebt er unmittelbar, wie angespannt das Verhältnis zwischen den Waldschattenelben und dem Dorfheiler ist.

Glaid setzt Frede unter Druck und verlangt, dass er den verletzten Anführer endlich heilt. Frede beteuert, dass er es nicht kann: Alles, was er bisher versucht hat, bleibt ohne Wirkung. Glaid akzeptiert die Erklärung nicht. Er stößt beziehungsweise wirft Frede in Richtung Tür, sodass der Heiler vor Hybris zu Boden fällt und dort eingeschüchtert liegen bleibt.

Glaid lässt Hybris eintreten, behält dabei jedoch die Hand am Schwert.

Die Hütte ist deutlich als Arbeitsraum eines Heilers zu erkennen. Überall stehen Gläser, kleine Fläschchen, Tontöpfe und verschiedene Gefäße mit Tinkturen oder anderen medizinischen Vorräten. Am hinteren Ende befindet sich eine Pritsche, daneben ein Stuhl.

Auf der Pritsche liegt der bewusstlose Anführer der Waldschattenelben. Sein Oberkörper, insbesondere Brust- und Bauchbereich, ist stark bandagiert. Zwischen beziehungsweise unter den Verbänden sind große Schnitte zu erkennen. Auffällig sind außerdem flächige hellblaue Adern in den verletzten Bereichen. Frede kann diese Wunden mit gewöhnlicher Heilkunst nicht schließen; sie werden als Umbra-Verletzung beziehungsweise Umbra-Infektion verstanden.

Auf dem Stuhl neben der Pritsche sitzt eine weitere Waldschattenelbin. Sie wirkt, als habe sie seit Tagen kaum geschlafen, und ist selbst verletzt: Ihren rechten Arm trägt sie in einer Schlinge. Sie stellt sich Hybris als Anowyn vor.

Hybris fragt, ob er irgendwie helfen kann. Anowyn nimmt das Angebot an, weiß aber selbst nicht sicher, was tatsächlich funktionieren wird. Nach Fredes Einschätzung könnte Duskroot, auch als Hexenschilf bekannt, gegen die Infektion helfen. Die Pflanze soll in der Halbwegsfestung wachsen, die ungefähr auf halbem Weg zwischen Hollow Brooks und der Kathedrale der Tiefe liegt.

Hybris sagt zu, dass die Gruppe versuchen wird, Duskroot zu beschaffen. Anowyn bietet im Gegenzug an, ihnen die drei anderen kampffähigen Elben ihrer Gruppe mitzugeben. Die genaue Vorgehensweise soll später besprochen werden, sobald die Gefährten einen gemeinsamen Plan haben.

Der verletzte Anführer wird im aktuellen Kanon als Halandir geführt. Anowyn ist seine Ehefrau.

11. Faelyn und Ferex

Während Hybris in der Heilerhütte ist, bleibt Faelyn bei Ferex am Feuer. Die anfängliche Reserviertheit des Waldschattenelben lässt im Verlauf des Gesprächs nach.

Faelyn erzählt unter anderem, dass auch er bereits als Kind viel gekämpft habe. Zwischen den beiden entwickelt sich ein überraschend guter Umgang. Faelyn scherzt, er wolle sich dem Team der Waldschattenelben anschließen und würde sich dafür sogar schwarz anmalen. Ferex lacht und erklärt, dass er es in Erwägung ziehen werde.

Die beiden wollen anschließend ausprobieren, wer stärker ist. Beim Armdrücken verliert Faelyn. Er fordert eine Revanche in einer anderen Disziplin und schlägt Beindrücken vor. Diesmal gewinnt er.

Als Hybris zurückkommt, sieht er Faelyn stehen und Ferex auf dem Boden liegen.

Hybris fragt: „Hast du was verloren?“

Ferex warnt: „Vorsichtig, du Witzbold!“

Faelyn erklärt: „Wir haben nur Armdrücken gemacht, und ich habe verloren. Und jetzt haben wir Beindrücken gemacht und da hab ich gewonnen.“

Hybris fasst zusammen: „War das ein Fail und ein Win? Also ein Failwin?“

12. Der Plan für die Halbwegsfestung

Nach den getrennten Gesprächen verabschieden sich die Gefährten zunächst von den Waldschattenelben und kehren zu Lydias Haus zurück. Dort tragen sie zusammen, was sie erfahren haben.

Die Halbwegsfestung liegt auf dem Weg zur Kathedrale der Tiefe. Dort soll Duskroot wachsen, das Halandirs Umbra-Verletzung möglicherweise behandeln kann. Gleichzeitig würde seine Genesung das eigentliche Problem von Hollow Brooks lösen: Solange Halandir nicht reisefähig ist, bleiben die übrigen Waldschattenelben im Dorf und üben erheblichen Druck auf die Bewohner aus.

Anowyn hat angeboten, drei der kampffähigen Waldschattenelben mit der Gruppe zu schicken. Die Gefährten stehen dieser Aussicht jedoch zunehmend skeptisch gegenüber. Einerseits könnten die professionellen Kämpfer auf dem Weg und insbesondere bei einem möglichen Konflikt mit Aldrich nützlich sein. Andererseits vermutet die Gruppe, dass die Elben selbst ein Interesse an der Kathedrale haben und möglicherweise zu Konkurrenten werden könnten.

Weil sich Hollow Brooks unter ihrer Anwesenheit nicht sicher anfühlt und die Gruppe verhindern will, dass die Waldschattenelben sich ungefragt der weiteren Reise anschließen, schlägt Rose schließlich eine Nacht-und-Nebel-Aktion vor: Die Gefährten sollen Hollow Brooks heimlich verlassen und allein zur Halbwegsfestung aufbrechen.

Die Gruppe stimmt dem Plan zu. Nur Lydia soll davon erfahren.

Verbindlicher Stand nach der Session

Neue Informationen

  • Die Region hinter der Untotensiedlung heißt verbindlich Crow Marsh.
  • Der weitere Weg führt über Hollow Brooks und die Halbwegsfestung in Richtung Kathedrale der Tiefe; eine andere Route führt zu den Abgrundwächtern beziehungsweise zur Feste des Abgrundes.
  • Hollow Brooks ist eine Sumpfsiedlung auf Stelzen und Stegen mit einem großen zentralen Feuer.
  • Lydia ist die faktische Dorfhäuptlingin von Hollow Brooks. Ihr Vater hatte die Rolle zuvor inne und starb vor einigen Jahren.
  • Frede ist der Dorfheiler von Hollow Brooks.
  • In Hollow Brooks halten sich fünf Waldschattenelben auf: ihr verletzter Anführer Halandir und vier weitere Angehörige seiner Gruppe.
  • Die Waldschattenelben sind professionelle Kämpfer beziehungsweise Auftragsmörder und waren auf dem Weg zur Kathedrale der Tiefe.
  • Halandir wurde unterwegs von einer langen, dürren und geweihtragenden Umbra-Kreatur schwer verwundet.
  • Halandirs Wunden betreffen Brust und Bauch beziehungsweise den Oberkörper, zeigen große Schnitte und flächige hellblaue Adern und reagieren nicht auf Fredes gewöhnliche Heilmethoden.
  • Anowyn ist Halandirs Ehefrau. Sie ist in dieser Session selbst verletzt und trägt den rechten Arm in einer Schlinge.
  • Duskroot beziehungsweise Hexenschilf soll in der Halbwegsfestung wachsen und könnte Halandirs Umbra-Verletzung behandeln.
  • Die Gruppe vermutet, dass die Waldschattenelben in der Kathedrale möglicherweise ebenfalls nach einem Aschefürsten suchen. Dies ist noch nicht bestätigt.

Neue oder veränderte Gegenstände

  • Hybris birgt zwei unbekannte Tränke aus einer versinkenden Kutsche mit dem Zeichen Lothrics. Die Wirkung der Tränke ist offen.
  • Hybris verliert seine geräuschdämpfenden Hufschuhe im Morast der Crow Marsh.
  • Greyrat gibt der Gruppe Lunchpakete mit Resten seines Eintopfs mit; mindestens eines davon wird später mit Glaid geteilt.

Verletzungen und Zustände

  • halandir: bewusstlos beziehungsweise nicht ansprechbar; schwere Umbra-Verletzung am Oberkörper mit großen Schnitten und hellblauen Adern; nicht reisefähig.
  • anowyn: sichtbar erschöpft und am rechten Arm verletzt; Arm in einer Schlinge.

Neue Ziele und Aufträge

  • Die Gruppe will Duskroot beziehungsweise Hexenschilf aus der Halbwegsfestung beschaffen.
  • Duskroot soll anschließend nach Hollow Brooks zurückgebracht werden, damit Frede Halandir behandeln kann.
  • Übergeordnet bleibt die Kathedrale der Tiefe das nächste große Reiseziel.
  • Die Gruppe plant, Hollow Brooks ohne die Waldschattenelben heimlich zu verlassen; nur Lydia soll in den Plan eingeweiht sein.

Erfüllte oder gescheiterte Aufträge

  • Greyrat wird in Richtung Cinder Keep verabschiedet.
  • Die Gruppe verlässt die Untotensiedlung und erreicht Hollow Brooks durch die Crow Marsh.
  • Zwei nebelartige Kreaturen werden auf dem Weg besiegt.
  • Die Ursache für den erzwungenen Aufenthalt der Waldschattenelben in Hollow Brooks wird aufgeklärt.

Neue Orte

  • Crow Marsh: sumpfige Region mit gefährlichem Morast, Nebelerscheinungen und markierten Wegen.
  • hollow-brooks: auf Stelzen und Stegen errichtete Sumpfsiedlung mit zentralem Feuer.
  • halbwegsfestung: verlassene Festung auf dem Weg zur Kathedrale; dort soll Duskroot wachsen.

Bestätigte Identitäten

  • lydia: faktische Dorfhäuptlingin beziehungsweise führende Vertreterin von Hollow Brooks.
  • frede: Dorfheiler von Hollow Brooks.
  • ferex: reservierter Waldschattenelb und Angehöriger der reisenden Assassinen-Gruppe.
  • glaid: zugänglicherer Waldschattenelb derselben Gruppe.
  • halandir: verletzter Anführer der Waldschattenelben; ältere Schreibvariante „Haladir“.
  • anowyn: Waldschattenelbin und Ehefrau Halandirs.

Beziehungen und Konflikte

  • Die Anwesenheit der Waldschattenelben belastet Hollow Brooks erheblich; insbesondere Frede wird unter Druck gesetzt.
  • Glaid kann gegenüber der Gruppe freundlich auftreten, behandelt Frede aber rücksichtslos, als dessen Heilversuche scheitern.
  • Faelyn und Ferex entwickeln nach anfänglicher Distanz einen überraschend freundlichen Umgang.
  • Aus Faelyns verlorenem Armdrücken und gewonnenem Beindrücken entsteht Hybris’ In-Character-Spitzname „Failwin“.
  • Lydia vertraut der Gruppe genug, um mit ihr über die Belastung des Dorfes und einen heimlichen Aufbruch zu sprechen.
  • Anowyn ist bereit, der Gruppe drei Waldschattenelben als Begleitung mitzugeben; die Gruppe entscheidet sich jedoch dagegen und will ohne sie aufbrechen.

Offene In-Lore-Fragen

  1. Wem gehörte die versunkene Kutsche mit dem Zeichen Lothrics, und weshalb befand sie sich in der Crow Marsh?
  2. Welche Wirkung besitzen die beiden von Hybris geborgenen Tränke?
  3. Was sind die nebelartigen Wesen der Crow Marsh, und stehen die gehörten Stimmen mit ihnen in Verbindung?
  4. Kann Duskroot beziehungsweise Hexenschilf Halandirs Umbra-Verletzung tatsächlich heilen?
  5. Welches Ziel verfolgen die Waldschattenelben in der Kathedrale der Tiefe, und konkurriert ihre Mission tatsächlich mit der Suche der Gruppe nach den Aschefürsten?